Das stand in Fionas erster Mail, gleich im zweiten Satz. Ich habe ihn mir gemerkt, weil ich mich über diesen Satz mehr freue als über jedes Kompliment.
Sie wollten die Bilder im Winter, in den Bergen, an dem See, an dem sie jedes Jahr zwischen den Jahren sind. Minus vier Grad, Neuschnee von der Nacht davor und eine Anfahrt, bei der ich zweimal dachte, ich hätte mich verfahren.
Die ersten zwanzig Minuten waren genau das, was Fiona nicht wollte. Alle vier nebeneinander am Ufer, alle vier bemüht. Ich habe dann irgendwann gesagt, sie sollen einfach mal ein Stück am Ufer entlanggehen und mich vergessen.
Zwei Minuten später hat die Große dem Kleinen einen Schneeball in den Kragen gesteckt. Ab da hatte ich zu tun.
Wenn ihr mit Kindern Bilder machen lasst, plant Zeit ein, in der nichts passiert. Die guten Bilder kommen nach der Langeweile, nie davor. Bei einem Termin von einer Stunde erwischt man genau die Phase, in der alle noch höflich sind.
