Ich heiße Mara, ich bin 34 und fotografiere seit neun Jahren. Angefangen habe ich mit Konzerten, weil ich damals dachte, das sei das Aufregendste. Heute weiß ich, dass ein Vater, der beim Anschneiden der Torte kurz zur Seite schaut, aufregender ist.
Hochzeiten sind der größte Teil meiner Arbeit. Dazu kommen Familien, oft draußen und oft im Winter, und Neugeborene. Die sind die einzige Ausnahme, bei der ich ins Studio gehe, und zwar wegen der Heizung.
Ich arbeite allein. Kein Team, keine zweite Kamera hinter euch, kein Assistent, der Blitze aufbaut. Ihr habt es an eurem Tag mit einem einzigen Menschen zu tun, und der bin ich.
Wenn ihr fragt, wie viele Bilder ihr bekommt: meistens zwischen 400 und 700. Wenn ihr fragt, ob ich auch Gruppenbilder mache: ja, aber ich brauche jemanden aus eurer Familie, der die Leute zusammentrommelt. Das kann ich nicht, ich kenne ja niemanden.
Und wenn ihr euch fragt, ob ihr zu unfotogen seid: Das sagen mir ungefähr neun von zehn Paaren beim ersten Telefonat. Bisher hat sich noch keines im Nachhinein selbst recht gegeben.